05.08.2020–04.10.2020

IKOB X Meakusma

Programm:

05.08.2020–20.09.2020, : ankersentrum-hoerstation 04.09.2020–04.10.2020, : The Bee Agency Project by AnneMarie Maes 04.09.2020–06.09.2020, : If Anything Is by Britton Powell

IKOB X Meakusma

Meakusma und IKOB - Museum für Zeitgenössische Kunst gehen in ihrer Zusammenarbeit in diesem Jahr einen Schritt weiter und weiten diese über mehrere Wochen rund um das Meakusma Weekend, welches als Alternative zum abgesagten Meakusma Festival 2020 präsentiert wird, aus. Drei Projekte werden gemeinsam realisiert, zudem wird teilweise live vom IKOB aus beim Meakusma Weekend Radioprogramm gestreamt. Die belgische Künstlerin AnneMarie Maes stellt „The Bee Agency Project“ vor (4. September bis 4. Oktober). Ein intelligenter Guerilla-Bienenstock aus Biomaterial, Video und Sound geben Einblick in die faszinierende Innenwelt von Bienenvölkern. Der amerikanische Komponist Britton Powell präsentiert sein audiovisuelles Werk „If Anything Is“ (4. September bis 6. September). Anhand von elektronischer Musik, Video und Percussion erkundet er psychoakustische Phänomene, Minimalismus und Traditionen der nichtwestlichen Musik. Das Goethe Institut baut die mobile Hörstation des Deutschen Pavillons der Venedig Biennale in Eupen auf (15. August bis 6. September). Die in Auftrag gegebenen Kompositionen von sechs Künstlern werden dort zu hören sein.

The Bee Agency Project by AnneMarie Maes

  1. September bis 4. Oktober

Gemeinsam mit Musica - Impulscentrum voor Muziek präsentiert Meakusma im IKOB „The Bee Agency Project“. AnneMarie Maes bezweckt mit dem „Bee Agency Project“ der Apis mellifera (Westliche Honig-Biene) Autonomie zurückgeben und Kolonien unterstützen wieder in freier Wildbahn zu leben. Lange Zeit von Imkern domestiziert, wurden ihre Bienenhäuser zu Honig-Fabriken. Dem möchte AnneMarie Maes entgegenwirken. „The Bee Agency Project“ spielt eine vorbildliche Rolle bei der öffentlichen Wahrnehmung von Biodiversität und Nachhaltigkeit. Das Projekt verbindet Kunst, Design und Wissenschaft. Bienen, Menschen, Mikroorganismen und Pflanzen arbeiten zusammen, um eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung unseres Ökosystems zu gewährleisten.

Das Projekt steht auf zwei Pfeilern: es gibt einen mobilen „Guerilla-Bienenstock“, gebaut aus Biomaterial und bestückt mit Sensoren, die das Innenleben und die Umgebung des Bienenstocks beobachten und analysieren. Und zudem gibt es das Video Variation Games (21'59 ”) ist eine komprimierte Zusammenstellung einer einjährigen audiovisuellen Beobachtung des Verhaltens einer Kolonie von Honigbienen im Bienenstock.

Das Projekt der intelligenten Guerrilla-Bienenstöcke erhielt einen Ehrenpreis in der Kategorie „Hybrid-Kunst“ bei Ars Electronica.

AnneMarie Maes gründete 2009 das Brüsseler Urban Bee Labor. Es ist der Wirkungsraum einer Gruppe von Künstlern, Wissenschaftlern und Technologen, in dem diese Bienenvölker beobachten können, ohne deren Leben zu beeinträchtigen. Ziel ist es zudem, die Öffentlichkeit anhand von Kunstinstallationen, Vorträge und Workshops zu sensibilisieren.

If Anything Is by Britton Powell – audiovisuelle Installation

  1. September bis 6. September

"If Anything Is" erforscht einen ekstatischen Erfahrungsaustausch angesichts einer stark beschleunigten Medien- und Geschäftswelt. Als Meditation über die Schnittstelle von Technologie, Ritual und Stadtlandschaft zeichnet die Arbeit eine Karte durch in New York City gedrehte Szenen.

Britton Powell ist ein amerikanischer Komponist aus Brooklyn. Anhand von elektronischer Musik, Video und Percussion erkundet er psychoakustische Phänomene, Minimalismus und Traditionen der nichtwestlichen Musik. Powell hat mit Jon Hassell, Matmos, Lucy Railton, Jon Gibson, Huerco S und vielen anderen zusammengearbeitet. Er trat in Konzerten rund um den Globus auf, darunter im Centre Pompidou (Paris), im Barbican Centre (London), auf dem Today's Art Festival (Den Haag), beim Ultima Festival (Oslo), beim Unsound Festival (Krakau), im The Kitchen (NYC) und im Guggenheim-Haus (Japan).

mobile Hörstation:
Ankersentrum (surviving in the ruinous ruin) 2019
Natascha Süder Happelmann

  1. August bis 20. September 2020

Gemeinsam mit dem Goethe-Institut Brüssel präsentiert Meakusma im IKOB Eupen die mobile Hörstation des Projekts Ankersentrum (surviving in the ruinous ruin) von Natascha Süder Happelmann. Diese macht Teile des künstlerischen Beitrags im Deutschen Pavillon auf der Venedig Biennale 2019 für ein weltweites Publikum erfahrbar. Die Station umfasst die Radiofassung der Klanginstallation „tribute to whistle“ 2019, die im Pavillon zu hören war, die Videotrilogie, die im Verlauf des Projekts auf den Sozialen Medien veröffentlicht wurde, die Schallplatte und die umfassende Publikation, die bei Archive Books erschienen ist.
An der Hörstation beteiligte Künstlerinnen:
Jessica Ekomane ist Komponistin, Musikerin und Soundkünstlerin und lebt zurzeit in Berlin. In ihren Arbeiten kombiniert sie Elemente der Psychoakustik, traditioneller Musik und Gestalt-Eigenschaften.
Der Musiker und Komponist Maurice Louca ist einer der produktivsten und experimentierfreudigsten Protagonist
innen in der aufstrebenden Kunstszene Ägyptens. Freie Improvisation, Cosmic Jazz, tranceartige traditionelle Musik, arabische Melodien und Minimalismus treffen in seiner besonderen Vision aufeinander.
DJ Marfox ist eine Schlüsselfigur in Lissabons afro-portugiesischer Elektroszene. DJ Marfox’ Musik vereint afrikanisch beeinflusste Tanzmusik, wie Kuduro, Kizombo, Funaná oder Tarraxinha, mit House und Techno.
Jako Maron ist als ›Sound-Alien und Heiler‹ von der Insel La Réunion bekannt, dem es gelingt, Tradition mit Experiment zu reimen. Dazu nutzt er modulare Synthese, Drum Machine und Crackle Box, um Maloya und Séga – die zwei Folkgenres von La Réunion, deren Ursprünge auf afrikanische Sklav*innengemeinschaften zurückgehen – zu verwandeln und neu zu erfinden.
Die Künstlerin und Komponistin Tisha Mukarji ist eine der besten Inside-Pianistinnen der zeitgenössischen Musikszene. Schon in jungen Jahren interessierte sie sich für das Klavier und dafür, wie man es stimmt.
Von ihrem Informatikstudium beeinflusst, komponiert Elnaz Seyedi Kammermusik für ausgewählte Ensembles und definiert unerschrocken die Neue Musik um.