francis-feidler-apokalypse-2-verdrangen-2020-ol-auf-leinen.foto-thomas-brenner-low-res-kopie

Francis Feidler, Apokalypse 2 (Verdrängen), 2020, Öl auf Leinen. Foto: Thomas Brenner

1991-ek-mit-drei-balken-im-park-des-institut-francais-in-aachen

Francis Feidler, Elastikommunikation mit drei Balken. Park des Institut Français in Aachen, 1991.

04.09.–28.11.2021

Francis Feidler

Elastikommunikation 1964 - 2021

Francis Feidler (geb. 1950 in Malmedy, BE) wusste schon früh, dass er sein Leben der Kunst widmen würde. Bereits als Jugendlicher beginnt Feidler zu malen, studiert daraufhin bildende Kunst, zeichnet, wird Kunstlehrer, später Konzeptkünstler, organisiert Ausstellungen, gründet ein Museum, sammelt Werke, vermittelt, installiert, leitet, und… macht weiter Kunst.

„ELASTIKOMMUNIKATION 1964 – 2021“ ist ein Heimspiel für den belgischen Künstler: 27 Jahre nach der Gründung des IKOB und neun Jahre nach dem Ende seiner Zeit als dessen Direktor gilt diese Ausstellung seinem Lebenswerk, welches nicht zuletzt aus der Schaffung ebendieser Institution besteht. Sein Verdienst um die Kulturlandschaft Ostbelgiens, die Grenzregion und darüber hinaus ist kaum zu überschätzen. Feidler versteht es, die Kunst zu nutzen, um Menschen zusammenzubringen und zu begeistern – im Jahr 2021 nun zum ersten Mal in dieser Größenordnung in der Rolle des Künstlers.

Der von Feidler geprägte Begriff der Elastikommunikation zieht sich als roter Faden durch seine Praxis: „[Mein Ziel] ist die Erzeugung von Situationen, in denen der Dialog zwischen Kunstwerk und Betrachter eine Elastizität erlangt und nicht in festgefahrenen Bahnen verläuft, sondern alle Freiräume nutzt“, schreibt er im Jahr 1988. Um diese Situationen zu provozieren, bedient sich Feidler immer wieder derselben konkreten Form der Spirale. Ob als Objekt, Zeichnung oder Gemälde, wird die Spirale in Verbindung zur natürlichen oder architektonischen Umwelt in einem Wechselspiel zwischen Kontraktion und Ausdehnung inszeniert.

Feidlers Arbeiten sind seit 1970 in ganz Belgien, sowie Nordrhein-Westfalen und Niederländisch-Limburg in Galerien, Museen und im öffentlichen Raum zu sehen. Die Ausstellung im IKOB führt nun retrospektivisch als auch thematisch durch sein Leben: von ersten Streifzügen durch die Malerei über gesellschaftskritische Installationen, spätere Projekte wie die Spiralen und ortsspezifische Arbeiten, bis zur Gründung des IKOB und neueren Werken. Das Wechselspiel zwischen Kunst und Charakter, Rebellion und Institution durchzieht den Geist dieser Rückschau.

Anwesenheiten des Künstlers:
• 4. und 5. September, 13-18 Uhr
• 2. und 3. Oktober, 13-18 Uhr
• 6. und 7. November, 13-18 Uhr

Öffentliche Führungen:
• 15. September, 13. Oktober, 10. November, jeweils 18 Uhr - mit Kuratorin Brenda Guesnet
• 21. September, 14 Uhr und 16 Uhr - mit Francis Feidler
• 28. November, 15, 16, 17 Uhr - Direktorenführung (DE/FR/EN)

francis-feidler-performance-mit-spirale-1988

Francis Feidler, Performance mit Spirale, 1988

francis-feidler-ostbelgienfilter-1982-objektmontage-280-73-28-cm-sammlung-familie-horn-foto-thomas-brenner-kopie

Francis Feidler, Ostbelgienfilter, 1982, Objektmontage, 280 × 73 × 28 cm, Sammlung Familie Horn. Foto: Thomas Brenner

francis-feidler-ohne-titel-spiralzeichnungen-mit-filzstift-auf-steinbachpapier-1989-150-70-cm-foto-thomas-brenner-kopie

Francis Feidler, Ohne Titel, Spiralzeichnung mit Filzstift auf Steinbachpapier, 1989, 150 × 70 cm, Foto: Thomas Brenner

1996-elastikommunikation-mit-2-metallraster-u.3-fichtenbalken-150x300x100-cm-galerie-katleen-borgerhoff-tongeren

Francis Feidler, Elastikommunikation mit 2 Metallrastern u. 3 Fichtenbalken, 1996, 150 x 300 x 100 cm, Galerie Katleen Borgerhoff Tongeren, BE